Helmut
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Wer Mallorca liebt, zerstört es nicht!
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« Antworten #16 am: Januar 26, 2008, 11:53:02 » |
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Ein gut getroffener Bericht/Kommentar zum Auftakt der neuen Staffel:
Schon in der ersten Folge der neuen „DSDS“-Staffel setzt RTL wieder auf den Tabubruch. Von Dirk Schmaler Schon der Titel führt eigentlich auf die falsche Fährte. Tat er schon immer. Schließlich heißt das Format, bei dem sich vor laufenden Kameras vornehmlich sehr wenig glamouröse Teenager von einem braun gebrannten Musikproduzenten beschimpfen lassen, „Deutschland sucht den Superstar“. Stars suchte Deutschland aber auch in der ersten Folge der fünften DSDS-Staffel umsonst. RTL präsentierte den immerhin 6,24 Millionen Zuschauern lieber einen Nervenzusammenbruch eines überforderten Kandidaten – der fast schon eingeübte Tabubruch zum Start eines neuen Aufgusses der Sendung. Man ahnte schon bei der Vorstellung des Kandidaten, dass das nichts werden würde. Ein 17-jähriger Junge aus Leverkusen war da zu sehen, wie er von seinem Traum erzählte, einmal ein Star zu werden. Als dann auch noch der Vater sagte, er sei sich sicher, dass sein Sohn ein großes Talent sei, war klar: Die Fallhöhe war nun groß genug – warten wir also auf den freien Fall. Schnitt. Reymund steht nervös in dem großen leeren Raum vor der Jury und wirkt, als würde er seiner großen Liebe einen Heiratsantrag machen müssen. Er bekommt vor Bohlen und Konsorten vor Aufregung kein Wort heraus, stellt sich umständlich vor, stottert. Dann geht es los. Er springt wie aufgedreht herum, fuchtelt mit den Armen und legt eine insgesamt wirklich nicht preisverdächtige Hip-Hop-Variante von „Perfekte Welle“ aufs Parkett. Als dann das erwartbar vernichtende Urteil von Modern-Talking-Tenor Dieter Bohlen kommt („Das war sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr schlecht“), weigert sich der Leverkusener derart vehement, das Urteil anzuerkennen, dass er hyperventiliert und schließlich fast kollabiert. Raymund sinkt heulend zu Boden. Der Sender zeigt den weinenden Jugendlichen minutenlang auf dem Boden liegend, wohlwissend, dass dies in der Tat die perfekte Welle produzieren könnte. Doch irgendwas läuft diesmal bei der Skandalproduktion nicht rund. Bohlen unterstellt dem Jungen noch vor laufender Kamera: „Das ist doch alles Theater“, und auch in vielen Blogs der offenbar mit allen Wassern gewaschenen „DSDS“-Fans wird spekuliert, ob Raymund nur schauspielerte, um sich als schräge Nudel in den Fokus der Öffentlichkeit zu heulen. Doch vielleicht ist der Raymund doch kein Daniel Küblböck. Der ganze Auftritt wirkte eher, als ob da jemandem ohne allzu viel Selbstbewusstsein vor laufender Kamera zunächst ein Lebenstraum (der wohl wirklich in nächster Zeit ein Traum geblieben wäre) zerstört worden wäre – um anschließend in kaum vertretbarer Ausführlichkeit munter die Kamera draufzuhalten, um zu zeigen, wie denn der Kleine mit der Breitseite umgeht. Man hätte sich über so etwas vor einiger Zeit noch aufgeregt. Über die Millionen Zuschauer, die das offenbar sehr unterhaltsam finden, über die Eltern, die so etwas nicht verhindern, und über den Sender, der offenbar bei der Suche nach dem Superstar nach dem Ausschlussverfahren vorgeht. Aber die „Superstar“-Skandälchen haben sich totgelaufen, wohl auch in dem Bewusstsein, dass es jede noch so gut gemeinte Schlagzeile immer nur noch schlimmer macht. Das jüngste Beispiel: Tony Marshall. Der vertraute der „Neuen Presse“ an, dass er bei dem Kollaps des Jungen an „Guantanamo denken“ musste, und forderte die Politik auf, sich einzuschalten. Vielleicht würde abschalten schon reichen. Quelle: haz.de
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